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Geschichte des Trutzturms
Der
Weingutsbesitzer Heinz Seip aus Nierstein hatte schon immer die Idee,
an markanten Punkten in der Niersteiner Gemarkung, von wo man eine
herrliche Aussicht genießt, Weinbergshäuschen zu errichten. Deshalb
entstand zuerst das „Häuschen“ an der „Goldigen Luft“ in der Nähe der
Rehbacher Steig. Von dort ergibt sich ein Panoramablick auf Nierstein
mit dem Paterberg, dem Rhein, dem hessischen Ried, dem Odenwald und dem
Rhein-Maingebiet. Im Jahre 1964 brachte ihm seine Frau Ruth das 2. Kind zur Welt. Aus Freude darüber, dass er nun
neben dem 1. Sohn nun auch eine Tochter Karin hat, baute er an seinen
Weinberg „Auf
dem Gemarkrech“
den Trutzturm.
Die
Arbeiten führten damals Angestellte des
Weingutes mit einem Maurer der Baufirma Hofmeister aus. Es handelt sich
dabei um einen zweigeschossigen Bau mit Terrassen auf drei Ebenen. Das
Bauwerk besitzt insgesamt zwei kleinere Räume und einen größeren
Aufenthaltsraum, der am Anfang mit wertvollen Holzmöbeln eingerichtet
war. Auch die Eingangstür gestaltete ein Niersteiner Schreiner als
repräsentative Kasettentür. Die Aussicht von allen 3 Ebenen gehört zu
den schönsten der ganzen Niersteiner Gemarkung. Der Blick schweift von
Dexheim im Westen über das rheinhessische Hügelland mit Schwabsburg und
Nierstein im Vordergrund. Dahinter schaut der Betrachter auf den
berühmten „Roten Hang“ , auf dem der weltberühmte Riesling wächst. Über
Schwabsburg steht der eckige Schlossturm mit behauenen Kalksteinen aus
dem 12. Jahrhundert. Über Nierstein thront der Wartturm, eine runde
Architektur mit Bruchsteinen aufgemauert im 14. Jahrhundert. Bei gutem
Wetter erkennt der Besucher des Trutzturmes mühelos die Skyline der
europäischen Bankenmetropole Frankfurt am Main. Auch die höchsten
Gipfel des Taunus (Großer und kleiner Feldberg und Hohe Wurzel) sind zu
erkennen.
Der Name
Trutzturm gaben dem Gebäude die Niersteiner Winzer, da Heinz Seip
damals eine Rebsorte in seinem dazugehörigen 1
ha großenWeinberg anlegte, die nicht zugelassen war. Weil die Rebanlage
aus Trotz gegenüber der Weinbaubehörde angepflanzt war, nannten sie ihn
den Trutzturm.
Walter
Kissel DK1PP
hier etwas zur Geschichte des
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