Amateurfunk?

Funkwellen – also elektromagnetische Wellen – umgeben uns überall. Die meisten Menschen denken bei Funk an Radio oder Fernsehen, doch ist Funktechnik heutzutage allgegenwärtig:

  • Telefonieren, sei es mit dem Handy (GSM, UMTS oder VoLTE) oder dem drahtlosen Telefon (DECT) zu Hause
  • Musik hören und telefonieren über Bluetooth-Headsets
  • Radio, ob DAB+, DRM oder analog
  • WLAN für Handy, Tablet oder Computer
  • Fernsehen, ob über Satellit mit DVB-S, terrestrisch mit DVB-T oder analog
  • Drahtloses Bezahlen oder digitale Identitätschecks mit RFID
  • Automatische Preisanzeigen in Kaufhäusern
  • Navigieren und Abstandserkennung im Auto (Radar)
  • Die Funk-Wetterstation zu Hause (ISM)
  • Drahtlose Türklingeln, Rolladen- oder Garagentorsteuerungen (ISM)
  • Vielfältige medizinische Anwendungen, von MRT über Bestrahlungen (Wärmebehandlung)
  • Steuerungen zu Hause und in der Industrie, z.B. Lichtsteuerungen (WLAN oder ZigBee)
  • Ferngesteuerte Drohnen und Modelle
  • Energieübertragung, z.B. beim drahtlosen Laden von Handies (Qi) oder elektrischen Fahrzeugen

Funkamateure sind Menschen, die sich als Hobby (Amateur = „Liebhaber“) mit der Funktechnik beschäftigen. Um Funkamateur zu werden, muss man eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur ablegen, in der technische, betriebliche und rechtliche Kenntnisse abgefragt werden. Denn: Funkwellen können andere Dienste auch stören und so Schäden anrichten, deshalb ist Sachkenntnis beim Betrieb von Sendern und Empfängern erforderlich!

Das Hobby Amateurfunk ist sehr vielfältig, und da der Funkamateur nach bestandener Prüfung auch selber Geräte bauen darf, kann man vieles ausprobieren. Hier ein paar „Highlights“:

  • Kurzwellenfunk, weltweit mit anderen Funkamateuren kommunizieren per Sprechfunk, Morse-Telegraphie oder digitalen Betriebsarten wie Fernschreiben
  • Funk auf Ultra-Kurzwelle (UKW) mit geringeren Reichweiten, aber besonderen Ausbreitungsbedingungen und technischen Herausforderungen
  • Digitale Vernetzung, HamNET
  • Wettbewerbe, national und international
  • Funk über Satelliten – es sind ca. 40 Satelliten im Weltall, die von Funkamateuren genutzt werden dürfen und die großenteils auch von Funkamateuren gebaut sind
  • Amateurfunkfernsehen, analog oder digital (DVB)
  • Verbindungen durch Reflektion an Himmelskörpern, z.B. Erde-Mond-Erde
  • Selberbauen von Sendern und Empfängern oder Antennen
  • Mobilfunk im Auto
  • Peilwettbewerbe, sog. „Fuchsjagden“

Neugierig geworden? Beim örtlichen Ortsverband, der Initiative „Funken lernen“ oder beim Dachverband der Funkamateure DARC finden Sie mehr Informationen.


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