Die schnelle Jagd nach Kollegen im Äther

Amateurfunker präsentieren sich Jugendlichen und versuchen in einem Wettbewerb, möglichst viele Kontakte herzustellen

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Andreas Lerg - AZ-Landskrone Oppenheim

NIERSTEIN Jugendliche versenden SMS mit ihrem Handy und vertippen dabei ihr Taschengeld über die Mobilfunknetze. Jugendliche schicken E-Mails und chatten übers World Wide Web. Nicht so am "Kidsday" des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC). Der Verband deutscher Amateurfunker hatte bundesweit zum Schnupperfunken den Nachwuchs eingeladen und auch am Trutzturm, dem Domizil des "K 33", wie der DARC-Ortsvereins Nierstein-Oppenheim in Funkerkreisen genannt wird, fanden sich Jungen und Mädchen ein.

Mit dem so genannten Ausbildungsrufzeichen "DN2DK" konnten die jungen Leute selbst unter Anleitung eines erfahrenen Amateurfunkers funken. Oben auf dem Trutzturm stand dazu ein Ultrakurzwellengerät zur Verfügung, mit dem die Jugendlichen Gesprächspartner im benachbarten Hessen erreichten. So erlebte der Nachwuchs auch einen so genannten Contest mit. Bei diesem Wettbewerb geht darum, in einem vorgegebenen Zeitfenster so viele Funkkontakte wie möglich herzustellen. Daher sind die Gespräche eher kurz. Man stellt sich kurz vor, nennt Standort und Empfangsstärke, und schon geht die Jagd weiter nach dem nächsten Kollegen im Äther.

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Yann und Kevin mit Boris UU5JK

Im Erdgeschoss hatten die Amateurfunker ein Kurzwellengerät aufgebaut, mit dem auch Funker im Ausland erreicht werden können. K33 hatte mit Boris Tschuistow einen befreundeten Funker aus dem ukrainischen Yalta zu Gast. Schon nach kurzer Zeit "parlierte" er mit einem Italiener namens Giovanni in dessen Landessprache. Die Jungen und Mädchen hörten fasziniert zu und gerade die Jungs hatten auch zahlreiche Fragen zur Technik.

Natürlich bekamen die jungen Leute auch Gelegenheit, selbst das Mikrofon in die Hand zu nehmen. Dabei erfuhren sie, wie man ein Funkgespräch führt. Zudem lernten sie das "Fachchinesisch" der Funker. So steht das zu Beginn oft mehrfach gesprochene "CQ" für einen allgemeinen Aufruf. Damit lädt ein Funker jeden, der zuhört, zum Gespräch ein. Während des "Kidsday" des DARC erfuhren die Jugendlichen am Trutzturm, dass Funken eine spannende und abwechslungsreiche Form der Kommunikation ist - und im Gegensatz zu einer mit maximal 160 Zeichen recht wortkargen SMS kostenlos.